Ratgeber Dachausbau

15.01.2019

Durch einen Dachbodenausbau entsteht zusätzlicher Raum, der ganz nach Belieben, als Wohn- oder auch als Stauraum genutzt werden kann. Um Energie zu sparen und ein angenehmes Wohnklima in den restlichen Räumen zu erhalten, empfiehlt es sich den Dachboden bei dieser Gelegenheit gleich auch noch zu dämmen.

Da Heizungswärme aus den unteren Räumen nach oben steigt und ohne Dämmung einfach verloren gehen würde, ist es besonders wichtig, eine gute Dachbodendämmung einzubauen. Andernfalls wird ein ungedämmter Dachboden schnell zum Energiefresser - denn bis zu 20% der Wärme wird über das Dach eines Hauses verloren.

Mit ein wenig handwerklichem Geschick kann dieses Bauprojekt ohne großen Aufwand in Eigenregie durchgeführt werden. Kosten und Mühen, die Sie in die Dachsanierung stecken, werden sich am Ende des Jahres positiv auf Ihrer Heizkostenabrechnung bemerkbar machen. Sowohl Umwelt als auch Geldbeutel werden es Ihnen danken, wenn Sie Ihren Dachboden dämmen.

Dachboden dämmen: Diese Möglichkeiten stehen Ihnen zur Auswahl

Die Dachbodendämmung wird im Fachjargon auch als Dämmung der obersten Geschossdecken bezeichnet. Hierbei können Sie sich zwischen einer Zwischensparrendämmung, einer Aufsparrendämmung oder einer Untersparrendämmung entscheiden. Wichtig ist auch die Wahl zwischen einer begehbaren oder nicht begehbaren Variante.

Eine Zwischensparrendämmung ist besonders bei Holzbalkendecken zu empfehlen. Diese Form der Innendämmung ist einfach zu bewerkstelligen und mit geringen Kosten verbunden. Wie es der Name bereits verrät, werden bei der Zwischensparrendämmung lediglich die Sparrenzwischenräume isoliert. Damit kein Wasserdampf aus den Wohnräumen im Untergeschoss in die Dämmung gelangt, sollte eine Dampfbremsfolie über die Holzbalken verlegt werden. Auch nicht isolierte Hohlräume, die sich besonders oft in Altbauten finden, sollten mithilfe einer Einblasdämmung lückenlos gedämmt werden.

Die Aufsparrendämmung ist die am häufigsten angewandte Variante zur Dachbodendämmung, denn sie ist sowohl energieeffizient als auch platzsparend. Sie wird unterhalb der Dachziegel und außerhalb der Sparren montiert, sodass eine eigene Dämmebene entsteht. Hierdurch treten kaum undichte Stellen auf. Ein zusätzliches Plus: Wohnraum geht nicht verloren!

Wenn Sie Ihren Dachboden dämmen möchten, können Sie auch auf eine Untersparrendämmung zurückgreifen. Hierbei wird der Dämmstoff von unten an die Dachbodendecke angebracht. Zu beachten ist, dass der nutzbare Wohnraum bei einer Untersparrendämmung verringert wird.

Der richtige Dämmstoff für Ihren Dachbodenausbau 

Haben Sie sich bei Ihrem Dachbodenausbau für eine Dämmmöglichkeit Ihrer Wahl entschieden, geht es nun nur noch um die Frage, ob Ihr Dachboden begehbar sein soll oder nicht. 

Sie möchten Ihren Dachboden dämmen, um ihn anschließend als Abstellraum nutzen zu können? Dann sind druckfeste Dämmplatten zu empfehlen, die eine trittfeste Oberfläche besitzen. Es besteht aber auch die Möglichkeit, nach der Dämmung Bretter zu verlegen, sodass der Raum begehbar wird. Wird der Dachbodenausbau hauptsächlich getätigt, um das Eigenheim energieeffizienter zu machen und nicht, um zusätzlichen Raum zu schaffen, reichen Dämmplatten oder Dämmstofffilze zur Dämmung aus. Achten Sie darauf, dass bei der Verlegung des Dämmmaterials keine Lücken entstehen.

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Der große Ausbau steht an? Dann sollten Sie gleich auch noch die Dachfenster in Betracht ziehen. 

Grobe Arbeiten erfolgen zuerst. So auch beim Dachbodenausbau. Bevor Sie sich an die Dämmung des Dachbodens machen, lohnt sich die Überlegung, ob bei dieser Gelegenheit gleich noch das Dachfenster erneuert wird. Gerade im Altbau ergibt sich dadurch ein nicht zu unterschätzendes Einsparpotential. Moderne Fenster bieten deutlich bessere Isolationswerte gegenüber alten, einfach verglasten Dachbodenfenstern.

Zudem sind aktuelle Fenster für die Dachschräge deutlich komfortabler was die Handhabung anbelangt. Einfaches Öffnen und Schließen, ein großer Schwenkbereich und entsprechend mehr Licht im Raum. Für die Reinigung haben sie in der Regel eine Klappfunktion mit der sich das Fenster um circa 180° drehen lässt.

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Nicht zu vergessen: Luftdichtsystem und Bodentreppe

Wenn Sie Ihren Dachboden dämmen möchten, achten Sie idealerweise auf alle Details, damit eine optimale Dämmung und ein ideales Energiesparen ermöglicht wird. Eine Schwachstelle, die gerne übersehen wird, ist eine nicht gedämmte Bodentreppe.

Eine Bodentreppe dient nicht nur als einfache Verbindung zwischen Dachboden und dem darunter liegenden Stockwerk, sondern erfüllt auch eine wärmedämmende Funktion. Aus diesem Grund ist eine wärmedämmende Bodentreppe sinnvoll.

Weitere wichtige Unterschiede bei den Dachbodentreppen sind die verwendeten Materialien und die Bauweise. Holztreppen sind die gängigsten Varianten, Scheerentreppen und Modelle mit erhöhtem Brandschutz sind beim Renovieren eine ausgesprochen lohnende Anschaffung!

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Bei Ihrem Dachbodenausbau empfiehlt es sich zusätzlich, auf ein sogenanntes Luftdichtsystem Wert zu legen. Denn wenn ein Gebäude luftdicht isoliert ist, werden sowohl Energieverluste, als auch Bauschäden vermieden. Daher ist ein Luftdichtsystem mit gut aufeinander abgestimmten Komponenten Pflicht für eine professionelle Dachbodendämmung. Ihr Dachstuhl samt Dämmung wird, mithilfe von Klebeband oder Dichtungsmasse, optimal vor Feuchtigkeitsschäden geschützt. Passende Produkte liefert Ihnen mein-baustoffshop24.